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Pragmatisches Corporate Design für IT-Unternehmen im Aufbau
MARKENFÜHRUNG & KOMMUNIKATION | Katrin Remy

Pragmatisches Corporate Design für IT-Unternehmen im Aufbau

Katrin Remy
von Katrin Remy

Warum Corporate Design kein Selbstzweck ist

Du bist als IT-Unternehmen hochprofessionell unterwegs – technologisch und fachlich. Nur zeigst du es nicht immer nach außen.​ Nicht, weil du es nicht könntest, sondern weil schlicht Zeit, Ressourcen oder Design-Expertise fehlen. Schließlich ist Corporate Design nicht dein Kerngeschäft, sondern Mittel zum Zweck.​

Versetz dich einmal in deinen potenziellen Kunden: Er möchte bei dir Technologie, Qualität, vielleicht sogar Innovation einkaufen. Und was bekommt er als Erstes zu sehen? Präsentationen, Unterlagen, deine Website. Wenn diese aussehen, als wären sie „mal eben schnell“ erstellt, entsteht ein nicht zu unterschätzender Bruch im Vertrauen.​

Fast so, als würdest du ein hochwertiges Steak auf einem Pappteller servieren. Solange du der einzige Anbieter bist, mag das noch funktionieren. Doch selbst dann bleibt der Pappteller-Beigeschmack. Also: Leg dir ordentliche Teller zu!​

Mehr ist es nicht. Und es kostet dich weniger Aufwand, als du denkst – zumindest, wenn du es pragmatisch angehst. Im Folgenden zeige ich dir ein mögliches, pragmatisches Vorgehen, das dir als Hilfestellung für genau diesen Schritt dienen kann.


  1. Bestandsaufnahme: Was hast du schon und wo kannst du anknüpfen?
  2. Vorbereitung ist alles
  3. Wie Sie den Prozess verstetigen
  4. Das hilft, deinen pragmatischen Ansatz noch leichter zugänglich zu machen.


1. Bestandsaufnahme: Was hast du schon und wo kannst du anknüpfen?

Bevor du Neues entwickelst, lohnt sich ein genauer Blick auf das, was bereits vorhanden ist. Eine strukturierte Bestandsaufnahme spart Zeit und Geld und bildet die Grundlage für ein konsistentes Corporate Design. Setze und dokumentiere folgende Elemente:

  • Logo & Farbwelt: Gibt es bereits ein Logo oder verschiedene Logovarianten? Welche Farben werden aktuell verwendet?
  • Typografie: Welche Schriftarten nutzt ihr bisher?
  • Bildmaterial: Liegt bereits eigenes oder eingekauftes Bildmaterial, Infografiken oder Icons vor?
  • Vorhandene Werbemittel: Präsentationsvorlagen (intern und extern), Briefpapier, Signaturen, Produkt- oder Leistungsblätter, Broschüren usw.
  • Digitale Assets: Website-Layouts, Social-Media-Grafiken oder andere Online-Vorlagen.

Fasse alle Ergebnisse in einer übersichtlichen Dokumentation zusammen. Diese sogenannte Design-Basis ist dein Grundstein, auf dem du dein zukünftiges Corporate Design gezielt weiterentwickeln lassen kannst.

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💡 Warum die Überarbeitung günstiger ist

• Keine Strategiekosten: Du gibst die Positionierung und Zielgruppe bereits vor.

• Technisches Handwerk: Der Designer agiert hier eher als fachliche Unterstützung, der Bestehendes „geradezieht" und professionalisiert, statt eine neue Markenwelt zu entwickeln.

• Geringe Korrekturphasen: Da die Richtung durch die Bestandsaufnahme klar ist, reichen meist 1–2 kurze Abstimmungsrunden aus.

Nicht jeder Grafiker ist auch bereit dazu. Solltest du Probleme haben, spreche mich gerne an und ich unetrstütze dich bei der Suche.

2. Vorbereitung ist alles

Sie benötigen einen ordentlichen „Teller“ für Ihr Produkt, der genau auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten ist. Ob dieser besonders hochwertig und verlässlich oder eher dynamisch und innovativ wirken soll, hängt von Ihrer Zielgruppe ab: Konservative KMU-Entscheider bevorzugen eine verlässlich-stabile Wirkung, Kunden von Tech-Start-ups hingegen eher ein dynamisch-modernes Auftreten.

Ein pragmatisches Briefing spart Zeit und Frust beim Grafiker und sorgt für klare Erwartungen.

Was sollte darin mindestens stehen:

  • Deine Zielgruppe: Wer ist dein Kundenkreis? Eher Genz z oder erfahrene Professionals?
  • Deine Positionierung/visuelle Botschaft: Wie möchtest du wahrgenommen werden? Hip oder eher verlässlich? Welche Farben, Schriften, Bildstile passen zu Ihrem Image? Sie können hier auch auf die Expertise des Grafikers vertrauen – oder geben bereits erste Layouts anderer Unternehmen als grobe Orientierung mit: „Das gefällt mir gar nicht“ und „Das gefällt mir“.
  • Konkrete Werbemittel angeben, für die ein Standard benötigt wird: Logo, Briefpapier, Visitenkarten, Präsentation, Vorlage für Produktblätter – priorisieren Sie die Top 4-5.

Die vollständige Checkliste mit allen Details erhalten Sie als kostenloses, downloadbares PDF-Formular.

Zur vollständigen Briefing-Checkliste (PDF)

💡 Eine ganz interessanter Check: Frage die KI deines Vertrauens, wie deine Unternehemenswebseite dich positioniert. Hier siehst du in der Regel den Ist-Stand. Prüfe, ob dieser zu dieser passt.

2. Umsetzung pragmatisch angehen

Suchen Sie sich einen pragmatischen Designer, Freelancer oder eine kleine Agentur und vereinbaren Sie gemeinsam einen festen Pauschalpreis für die Erstellung der Basis als Standard. Im Gegenzug erhalten Sie Vorlagen (Schablonen), die Sie eigenständig nutzen und pflegen können.

Achten Sie darauf, dass Ihr Grafiker fachgerecht arbeitet – aber nicht klassisch akademisch, sondern mit Sinn für Effizienz statt für Design-Lehrbücher.

Praktisch ist es außerdem, im Unternehmen einen Themen-Owner zu bestimmen, der die Corporate-Design-Maßnahmen koordiniert und Abstimmungen zwischen allen Beteiligten übernimmt. So bleiben Ihre Vorlagen konsistent und können gezielt genutzt werden.


3. Im kleinen Kreis testen

Probieren Sie Ihre neuen Vorlagen mit ausgewählten Kollegen oder Projekten aus. Stimmen Sie sie gemeinsam ab – Feedback vor großem Rollout spart nachträgliche Korrekturen.

Wenn alles funktioniert, stellen Sie die Design-Schablonen verbindlich für alle im Unternehmen bereit – klar kommuniziert, zentral abgelegt, für jeden einfach nutzbar. Ebenso können sie diese auch an ihre Dienstleister geben, sofern sie mit welchen zusammenarbeiten.


4. Verstetigen statt neu erfinden

Damit Ihr Außenauftritt konsistent bleibt, machen Sie daraus einen kleinen Prozess:

Alle 6-12 Monate prüfen sie gemeinsam mit Ihrem Designer, ob Anpassungen oder Erweiterungen nötig sind.

So bleibt Ihr Corporate Design lebendig – ohne jedes Mal bei Null zu starten. Ich arbeite in der Praxis sehr gern mit OP-Listen, die entsprechend gepflegt werden können. So muss keiner auf Zuruf tätig werden. Sondern Anforderungen und Wünsche können gesammelt werden. Die Umsetzung bepreist werden und dann wird entschieden, was wirklich umsgesetzt werden soll. 

Wenn du direkt Verantwortlichkeiten festlegst, kann der Prozess im Hintergrund wie von selbst laufen.


5. Kontinuität schlägt Design-Preis

Klar, gutes Design ist wichtig – aber nicht in jedem Szenario realistisch oder notwendig. Viele Unternehmen starten auch nicht mit dem High-End-CRM, das sie vielleicht in fünf Jahren brauchen, sondern mit einer Lösung mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, die zum aktuellen Stand passt.

​Genau so funktioniert es im Marketing: Entscheidend ist nicht das perfekte, teuer entwickelte Design, sondern eine solide Basis, die konsequent genutzt wird. Einheitlichkeit schlägt Perfektion, denn ein durchgängig einheitlicher Auftritt wirkt professionell und vertrauenswürdig – und genau das wird von vielen Unternehmer:innen unterschätzt.

Über mich

Als Führungskraft in unterschiedlichsten Unternehmen, zuletzt als Leitung Marketing & Sales im IT-Umfeld, kenne ich den Spagat, den Unternehmen leisten müssen: einerseits der Wunsch nach Wachstum, andererseits die harte Realität knapper Ressourcen im Tagesgeschäft.

Heute fokussiere ich mich bewusst auf Marketing-Strukturen und -Strategien für kleine und mittelständische Unternehmen im IT- und Tech-Umfeld – strategisch fundiert, tiefgehend, aber so gestaltet, dass du sie mit deinem Team im Alltag wirklich umsetzen kannst.  

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